Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus
Kurzgefasste Inhaltsangaben zu den Vorträgen:
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Vortrag
Nr. 3 Vortrag
Nr. 6 Vortrag
Nr. 7 Vortrag
Nr. 8 Vortrag Nr.
9:
AUF DEN SPUREN DER ANTIKEN SEIDENSTRASSE DURCH
ZENTRALASIEN Vortrag
Nr.10: IM LANDE DER KOPFJÄGER - AUF EXPEDITION IM REGENWALD Vortrag Nr.11: VIETNAM, KAMBODSCHA UND LAOS Vortrag
Nr.12: IM LANDE DER ERBEN DSCHINGIS KHANS Vortrag Nr.13 Vortrag
Nr.14 Vortrag Nr.15 Vortrag
Nr.16 Vortrag Nr.18: AUSTRALIEN Vortrag Nr.19: IM HERZEN ZENTRALASIENS - USBEKISTAN, KIRGISTAN, KASACHSTAN Vortrag Nr.20: ÜBER DIE ANTIKE SEIDENSTRASSE AUF DAS DACH DER WELT Vortrag Nr.21: MEXIKO - LAND DER KONTRASTE
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TROPENINSEL IM ZEICHEN BUDDHAS - LAND DER ATOLLE Sri-Lanka und Malediven Seit 1972 führt Ceylon als Republik wieder seinen
historischen Namen Sri-Lanka ("die Strahlende"). Es ist ein
von frommen Buddhisten und Hindus bewohntes, von den immer warmen Fluten
des indischen Ozeans umspültes Tropenparadies. Aufgrund seiner 3000-jährigen
Geschichte bietet es eine kaum noch zu übertreffende Fülle von
einzigartigen Kulturdenkmälern. Für den Reisenden aus dem fernen
Europa ist die landschaftlich einmalig schöne Insel heute in nur zehn
Flugstunden zu erreichen. Leider wird das Land in den letzten
Jahrzehnten immer wieder von blutigen Bürgerkriegen erschüttert, die von
den beiden rassisch und religiös unterschiedlichen Volksgruppen der Insel
geführt werden. Den zwölf Millionen Singhalesen ist die Bewahrung des
Buddhismus ein historisches Anliegen, die knapp drei Millionen, von Indien
offen unterstützten Tamilen erstreben als Hindus ihre politische Autonomie.
Auch der Tourismus ist, das hat der Referent selbst miterlebt, ist alles
andere als davon geblieben. Über Geschichte, Kultur, Menschen und
Lebensart der Tropeninsel will der Lichtbildervortrag informieren. Die
gezeigten Bilder von schönen Landschaften und interessanten Menschen
werden bei manchem Betrachter den Wunsch hervorrufen, diese Insel einmal
(oder auch einmal wieder) zu besuchen. Vergessen werden aber darüber
nicht die politischen Realitäten und wirtschaftlichen Probleme des
asiatischen Entwicklungslandes. Diese sind letztlich Ursache dafür,
dass viele Bewohner dieser Insel Asyl in Europa suchen. Hier im voraus in Stichworten einige Andeutungen von Höhepunkten
der Wanderung durch die Vergangenheit und Gegenwart der
Tropeninsel Ceylon: Hauptstadt COLOMBO, ein hektisches dampfendes Chaos
aus Orient und Okzident; im Anbaugebiet des weltberühmten Ceylon-Tees;
KANDY, die Stadt des Zahnes Buddhas, geistig religiöses Zentrum des
orthodoxen Theravada-Buddhismus; ELEFANTENBAD am Mahaweli-River;
PERADENIYA mit dem sch”nsten botanischen Garten der Welt;
Höhlentempel von DAMBULLA; die Felsenburg von SIGIRIYA mit den
weltberühmten Fresken der ewig jungen "Wolkenmädchen"; die
Ruinenstadt ANURADHAPURA mit der Ruvanveliseya-Dagoba und dem heiligen
Bodhi-Baum, einem Ableger
des Baumes, unter dem Buddha in Indien seine Erleuchtung fand;
die im Dschungel versunkene Hauptstadt der singhalesischen Könige
POLLLONARUWA mit dem "schlafenden" Buddha; TRINCOMALEE mit einem
der größten Naturhäfen der Welt und den schönsten Stränden an der
Ostküste. Kennen Sie
die genaue geographische Lage - mit
dieser Frage leitet der Referent den zweiten Teil seines Vortrages ein -
der Malediven mit ihren auf 19 Atolle verteilten fast 2.000 Inseln? Die
Inselgruppe Malediven liegt
etwa 5000 bis 1000 km südwestlich der Südspitze Indiens im Indischen
Ozean. Reiseveranstalter preisen - sicherlich nicht zu Unrecht - die Überfülle
dieser Inseln an unberührten Sandstränden mit
malerischen Kokospalmen und ewig blauen Himmel. Diesem Image kann
sich kein Besucher entziehen.
Doch in Realität zerfällt das Inselreich
heute in drei Teile: die Hauptstadt MALE (Verwaltungs- und
Wirtschaftszentrum), eine den devisenbringenden Touristen vorbehaltene,
für die einheimische Bevölkerung verbotene Enklave von 60
Touristeninseln und den Rest der Inselwelt, die wiederum den Ausländern
von Gesetzes wegen nicht zugänglich ist. Letztlich war aber der Referent
gekommen, um neben den landschaftlichen Schönheiten der Inseln
die von singhalesischen und arabischen Einwanderern geprägte,
vom Fischfang und der Seefahrt lebende maldivische Bevölkerung in ihrer
natürlichen Umgebung kennenzulernen. Trotz des Verbotes zog er sich - das
konnte mit einem großzügigem
Bakschisch bewerkstelligt werden - auf eine für Ausländer verbotene,
winzig kleine Insel im Nord Male Atoll zurück. Auf dem nur
ein paar hundert Meter breitem und langem, von mehreren hundert
Menschen bewohntem Eiland lernte er, wie man in
unvorstellbarer Enge in fröhlicher Harmonie, ohne größeren
Zank und Streit miteinander leben und auskommen kann.
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VON KÖNIGSBERG NACH SAMARKAND Reisen In die ehemalige Sowjetunion Die alte "Union der Sozialistischen
Sowjetrepubliken" hat mit dem Putsch vom 19. August 1991 aufgehört
zu existieren. Die aus 15 Republiken bestehende UdSSR ist in 15 souveräne
Einzelstaaten zerfallen. Die neu gewonnene Freiheit wird allerdings überschattet
von dem Erbe einer über 70 Jahre dauernden sozialistischen Diktatur:
schwelende Nationalitätenkonflikte und eine schwere Umweltschäden
verursachende Misswirtschaft. Völlig offen ist noch die Frage nach der
Zukunft der jungen Republiken. Werden sie sich aufgrund wirtschaftlicher
Zwänge zu einer neuen Union zusammenschließen oder wird der erstarkende
Nationalismus zu einer weiteren Verschärfung der ethnischen Konflikte führen? Um sich selbst ein Bild über die Lage in der ehemaligen
Sowjetunion zu machen, hat der Vortragende nach dem Umsturz drei Reisen in
5 der neuen 15 Republiken unternommen. Dabei kann er sich auf seine Eindrücke
und Erfahrungen stützen, die er im Verlauf der letzten 25 Jahre auf 11
Reisen kreuz und quer durch fast sämtliche Republiken der UdSSR mit
seiner Kamera gesammelt und gewonnen hat. Nicht zu kurz kommen in dem
Vortrag aber auch nicht die landschaftlichen Schönheiten sowie die
interessante Geschichte und Kultur dieser Region der Erde, vor allem aber
nicht ihre völkische Vielfältigkeit. überschlagen oder vergessen wird
augenblicklich in den zahllosen Berichten in den Medien über das Thema
der dort zweifellos herrschenden katastrophalen wirtschaftlichen und
politischen Lage, dass die Mehrzahl der Völkerschaften der ehemaligen
SOWJETUNION beim Aufbau von neuen sozialen und demokratischen
Staatsystemen auf eine lange, zumeist religiös geprägte Tradition von
Wertvorstellungen und hohe kulturelle Leistungen zurückgreifen kann. Ein
schwerwiegender Nachteil ist dabei, daá die Menschen aller dieser Länder
- das stellt zugleich eine große Gefahr dar - noch nie die Gelegenheit
hatten, eigene Erfahrungen mit der Demokratie zu machen. Der Westen ist
aufgefordert, dem Osten bei seinem Demokratisierungsprozess nicht - wie
bis jetzt - überwiegend nur mit
Worten, sondern vor allem mit Taten Hilfe zu leisten. Der Vortrag führt zunächst in das ehemalige deutsche
Nordostpreußen in den Oblast Kaliningrad, vormals Königsberg. Dieses
Gebiet ist erst seit kurzer Zeit für den Tourismus wieder geöffnet. Zur
Republik Russland, zu der es heute gehört, hat es keine direkte
Landverbindung mehr. Vielfältig sind die Spekulationen darüber, zu wem
dieses Gebiet in Zukunft gehören soll. Polen und Litauen haben bereits
Ansprüche angemeldet, die Bundesrepublik Deutschland öffentlich zu gut
wie noch gar nicht. In den baltischen Republiken Lettland und Litauen hat vor
allem die ernüchternde Realität einer Wirtschaftsmisere dem ersten Unabhängigkeitsrausch
jäh ein Ende gemacht. Stationen sind: Klaipeda (Memel), Liepaja (Libau),
Riga, Schloss Rundale, Vilnius. Zu erinnern ist daran, dass die Russische föderative
Republik auch heute noch nach dem Abfall der übrigen vierzehn Republiken
mit Abstand - es ist doppelt so groß wie die USA - das größte Land der
Erde ist. Es besitzt enorme Bodenschätze, darunter 20 Prozent aller Gold-
und 50 Prozent aller Kohle-, Gas- und Erdölvorkommen der Welt. Besucht
werden hier drei Zentren der politischen und geistigen Macht: St.
Petersburg (Leningrad), Moskau und Sergejew Posad (Sagorsk). Die Republik Georgien mit seiner Hauptstadt Tbilissi,
Telawi (Weinanbauzentrum im Nordosten) und Gori (Geburtsstadt Stalins) ist
das nächste Ziel. Das als Hochburg nationalistischen Selbstbewusstseins
geltende und eine gut entwickelte Landwirtschaft sowie eine am Weltmarkt
(nahezu) konkurrenzfähige Verhüttungs- und Nahrungsmittelindustrie
besitzende Land setzt sich konsequent für Privateigentum und freies
Unternehmertum ein. Seit 1989 erschweren schwere gewalttätige, ethnische
Konflikte mit den Abchasen und Osseten den Demokratisierungsprozess. In der mittelasiatischen Republik Usbekistan, dem Land
eines dem Islam anhängenden Turkvolkes, endet die Reise in die ehemalige
UdSSR. Das karge Land wird von ausgedehnten Bewässerungssystemen
erschlossen und weitgehend für den Baumwollanbau genutzt. Von hier aus
errichtete Timur Lenk (1336-1405), ein echter oder vermeintlicher
Nachkomme Dschingis Khans, im ausgehenden Mittelalter ein Weltreich.
Besuchspunkte: BUCHARA, Chiwa, TASCHKENT und SAMARKAND. Nicht zuletzt auch
aufgrund der Minderheitenprobleme und der völligen Unterdrückung des
Islams in Usbekistan zerbrach die Sowjetunion bei ihrer letzten und größten
Zerreißprobe im Jahre 1991.
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15.000 KM IM WOHNMOBIL DURCH DEN WESTEN DER USA Eine Reise zum Nachmachen Die USA - ein Land wie geschaffen, um Träume wahr werden
zu lassen - ist nicht zuletzt durch den günstigen Dollarkurs der letzten
Jahre für Touristen aus Europa zum immer beliebteren Reiseziel geworden.
Mit seinem Lichtbildervortrag will der Referent, der vor über zwei
Jahrzehnten sein Studium als Stipendiat der VW- Stiftung in Berkeley an
der State University of California abschloss, nicht zuletzt auch
Unentschlossene oder Zögernde zum Sprung über den großen Teich
ermuntern. Beginn und Ende der Reise mit dem Wohnmobil durch zehn Staaten
des Westens der USA ist San Francisco. Diese Stadt mit ihrer einzigartigen
Lage und Atmosphäre verdient es, erster Begegnungspunkt mit dem
nordamerikanischen Kontinent zu sein. Namen wie Golden Gate Bridge,
Alcatraz und Fishermanns Wharf seien dafür nur stellvertretend genannt.
Durch die Redwoods mit ihren Mammut- bzw. Lebensbäumen, die die größte
Baumart der Welt sind, geht es zunächst ins von wilden Steilküsten und
langen Sandstränden gesäumte Oregon. Das einmalig schön gelegene
Vancouver ist Ausgangspunkt für einen Abstecher durch die weiten Wälder
Kanadas bis in den Glacier Ntl. Park mit seinen über 80 Gletscherzungen.
Zu den Höhepunkten der Reise zählt der Yellow Stone Ntl. Park. Seine heißen
Quellen und Geysire (Springquellen), seine in bunten Farben erstarrten
Sinterterassen, Fumarolen, Solfataren und blubbernden Schlammtöpfe gehören
zu den geologischen Phänomenen der Welt. Utah ist das Land der Mormonen.
Ihr streng theokratisch regiertes Gemeinwesen vollbrachte mit Disziplin
und Gemeinsinn das Wunder, eine Salzwüste - der Name der Hauptstadt Salt
Lake City zeugt noch davon - in einen Garten Eden zu verwandeln. Wind,
Sonne, Regen und Schnee haben im Bryce Canyon Ntl. Park durch Erosion in
einem Talkessel mit einem zugleich durch seine Farbskala berauschenden
Gewirr von Felstürmen, Säulen und Kaskaden ein einzigartiges Naturwunder
geschaffen. Im krassen Gegensatz zu dem bis dahin Gesehenen steht das
Spieler-, Show-, Heirats- und Scheidungsparadies Las Vegas mit seinen überdimensionalen
Leuchtreklamen. Beeindruckende Bilder führen dann mitten hinein in den
tiefsten Riss unseres Planeten. Der Grand Canyon ist eine vom Colerado
River rund 350 Kilometer lange, bis zu 30 Kilometer breite und 1 600 Meter
tiefe, gegrabene Schlucht. Dieses erdgeschichtliche Freilichtmuseum ist
einer der absoluten Höhepunkte jeder Fahrt durch die Nationalparks der
USA. Das Reservat der Navajo-Indianer führt dem Besucher eindringlich die
sozialen Schattenseiten des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten vor
Augen. Im Monument Valley, dem Navajo Tribal Park, ragen die mächtigen,
aus einer Ebene aufsteigenden Kegelstümpfe wie unberührbare Felsburgen
indianischer Götter in den Himmel. Fast jeder kennt diese Landschaft als
furiose Kulisse berühmter Westernfilme. Four Corners, wo in der Halbwüste
die Staaten Utah, Arizona, Colerado und New Mexiko zusammenstoßen,
beginnt langsam eine Touristenattraktion zu werden. Mesa Verde gibt einen
guten Einblick in die wenigen Baudenkmäler, die uns die Indianer als
erste Bewohner des nord-amerikanischen Kontinents hinterließen. Das Taos
Pueblo mit seiner strahlend weißen Missionskirche San Geronimo war im
mexikanisch-amerikanischen Krieg von 1846 ein Zentrum des indianischen
Widerstandes gegen die amerikanische Annexion. Heute ernähren sich die
letzten 2000 Nachkommen dieser großen Krieger mehr schlecht als recht von
Tourismus und Landwirtschaft. In Santa Fe mit seinem spanischen Kolonial-Flair endet
zwar der berühmte "Santa Fe-Trail", die Fahrt mit dem Wohnmobil
aber geht weiter nach Phoenix, in die aufstrebende Hauptstadt Arizonas.
Ein Millionen alter versteinerter Wald im Petrified Forest Ntl.Park und
die seltenen Kakteen des Joshua Tree National Monument sind die letzten
auf dieser Reise besichtigten Naturwunder. Mit Los Angeles ist die
Metropole des Films erreicht. Die Universal Filmstudios und das Mann's
Chinese Theater am Hollywood Boulevard mit Hand- und Fußspuren berühmter
Filmstars in Beton sind nicht nur für den Cineasten ein Anziehungspunkt.
Die Rundreise im Wohnmobil endet mit einer Besichtigung des Hearst Castle
in San Simion am Pazifik, mit dem der ehemalige Zeitungskönig William
Randolph Hearst seiner Egozentrik ein Denkmal setzte. Zum Ausklang der Reise durch die neue Welt aus der
Flugzeugperspektive einige wenige flüchtige Eindrücke von weiteren
Zentren der Wirtschaft, Kultur, Politik und Wissenschaft der Vereinigten
Staaten: Houston (Texas), New Orleans (Lousiana), Orlando (Florida),
Washington D.C., Boston (Massachusetts) und New York.
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MIT AMTRAK AUF DER EISENBAHN UND IM WOHNMOBIL QUER DURCH
DIE USA Eine Reise zum Nachmachen In
den USA, dem Land der sonst auch heute noch fast unbegrenzten Möglichkeiten,
drohte das Reisen mit der Eisenbahn Ende der sechziger Jahre schon
auszusterben. AMTRAK (America's Railroad Passenger Corporation) macht es
wieder möglich. Diese bis heute von der öffentlichen Hand stark
subventionierte, aus 13 privaten Eisenbahngesellschaften gegründete
Gesellschaft wurde 1971 vom amerikanischen Kongress zur Belebung der
dahinsiechenden Personenbeförderung mit der Eisenbahn ins Leben gerufen.
Im "California Zephyr" geht die Reise quer durch die USA von San
Francisco nach Chicago an die Great Lakes. Diese Strecke, die über die im
Winter mit Schnee bedeckten Berge der Sierra Nevada und Rocky Mountains,
durch Wüsten und Prärien führt, gilt zu Recht als die schönste
Eisenbahnroute der USA. Unterbrochen wird die Reise durch zahlreiche
Stopps und Abstecher: Das Spielerparadies Reno (Silberstadt Virginia City,
Lake Tahoe); Salt Lake City, die Stadt der Mormonen; Denver am Fuß der
Rocky Mountains (Pikes Peak, Goldminenstädtchen Cripple Creek), Omaha
("Kornkammer" Amerikas, Missouri). Endstation der Reise mit dem
"California Zephyr" ist Chicago. Der "Lake Shore Limited"
bringt den mitreisenden Zuschauer schließlich nach Boston am Atlantik.
Auf dieser Fahrt ist der Zwischenstop in Buffalo am Eriesee als
Ausgangspunkt zu einem Abstecher an die Niagara Fälle ein touristisches
Muss. Boston, die Wiege Amerikas, mit seinem europäischen Flair lassen
den von der Amerikadurchquerung erschöpften Reisenden die durchgemachten
körperlichen Strapazen bald vergessen. Sein Geist wird spätestens in
Cambridge, dem Sitz der legendären "Harvard University", zu
neuem Leben erweckt. Der Flug von Boston nach Miami dauert nur zwei Stunden,
doch trennen diese beiden Städte in jeder Hinsicht Welten. Nicht nur an
das Mobile Home (Wohnmobil) als neues Transportmittel, sondern auch an das
im Sommer im Süden der USA herrschende feuchtheiße Klima musste sich der
Vortragende erst gewöhnen. In Key West beginnt die lange Reise entlang
der Ostküste mit ihren kilometerlangen Stränden nach Norden. Die Florida
Keys, die Everglades, Miami mit seinem spanischen Touch und der
Weltraumbahnhof Cape Canaveral sind die ersten Stationen auf der Fahrt im
Wohnmobil von Küste zu Küste. Nirgendwo kann man die Atmosphäre des
"alten" Südens heute noch besser verspüren als in der
aristokratischen charmanten Altstadt von Charleston oder der nahegelegenen
Boone- Hall Plantation (Drehort der TV-Serie "Fackeln im Sturm")
in South Carolina. In Wilmington/N.C. hat das Schlachtschiff "North
Carolina" aus dem zweiten Weltkrieg seinen letzten Ankerplatz
gefunden. Menschen, die einsame Natur und unverdorbene Meereslandschaft
lieben, sollten unbedingt die Cape Hatteras National Seashore besuchen.
Colonial Williamsburg, von 1699 bis zur Unabhängigkeit Hauptstadt der
britischen Kolonie Virginia, ist als ein Städtchen des 18. Jahrhunderts völlig
neu wieder entstanden. Lebendig wird die Vergangenheit dadurch, dass sich
seine heutigen Bewohner im Alltagsleben in den Trachten der damaligen Zeit
bewegen. Washington ist sicherlich einen eigenen Vortrag wert, kann hier
nur in einigen markanten Punkten (White-House, Vietnam Memorial, Lincoln
Memorial, Union Station, Capitol) gestreift werden. Von nun ab geht die Fahrt durch das Appalachen-Gebirge
wieder nach Süden. Im
Great Smokey Ntl. Park gilt der
Besuch einem Reservat der Cherokee-Indianer. Dieser lässt einem das
traurige Schicksal der ursprünglichen Bewohner des nordamerikanischen
Kontinents eindringlich bewusst werden. Nashville (Tennessee) ist für
jeden Liebhaber der Country- und Westernmusik ein fester Begriff. Den über
400 Meilen von Nashville nach Süden bis nach NATCHEZ am Mississippi führenden
Natchez Trace Parkway, eine Straße, die nur dem Tourismus dient, kann es
nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geben. New Orleans mit seinem
French Quarter im spanisch-französischen Kolonialstil ist in Gefahr zu
einer Art von "St. Pauli" zu verkommen. Durch unendliche, große
Weiten geht es dann durch Lousiana, Texas, New MexiCo und Arizona nach
Californien zurück. Alle diese Staaten sind geprägt von einer langen
Zeit spanisch-mexikanischer Herrschaft. "The Alamo" in San
Antonio ist ein Zeugnis des Freiheitskampfes der Texaner gegen die
Mexikaner. Diesen gewannen die Texaner zwar letztlich, mussten aber kurz
darauf die neu erworbene Unabhängigkeit gegen die Einverleibung in die
USA eintauschen. Die Tropfsteinhöhlen von Carlsbad zählen zu den größten
in der Welt. Das Chiricahua Ntl. Monument mit seinen bizarren
Felsformationen ist eine Insel bewaldeter Berge inmitten der Wüste von
New Mexico. In ihre Einsamkeit verirren sich nur wenige Wander-, Natur-
und Vogelfreunde. Im krassen Gegensatz dazu stehen die in der Wüste
gelegene Stadt Tucson und das Organ Pipe Cactus Ntl. Monument mit seinen
riesigen Kandelaberkakteen. Der Yosemite Ntl. Park gilt - das ist
allerdings vom persönlichen Geschmack abhängig - als der schönste
Nationalpark der USA. Mit einem Besuch in San Francisco und einem letzen
Zwischenstopp in San Diego an der mexikanischen Grenze endet die Reise mit
der Eisenbahn und im Wohnmobil durch die USA.
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AUF DEN SPUREN DER ANTIKEN SEIDENSTRASSE DURCH
ZENTRALASIEN mit Bus, Jeep und Eisenbahn von Rawalpindi nach Peking Schon
vor 2000 Jahren gab es ständige Handelsverbindungen zwischen China und
dem Abendland. Erst der deutsche Geologe Ferdinand von Richthofen gab
dieser von ihm wiederentdeckten transasiatischen Handelsverbindung
zwischen China und Europa, die durch die Islamisierung Asiens abgebrochen
wurde, den Namen "Seidenstraße". Vornehmlich Seide, Keramik und
Gewürze aus China tauschten die Kaufleute gegen Glas, Gold und Edelsteine
aus dem Westen ein. Doch zugleich mit dem Handel diente diese mehr als
14.000 Kilometer lange Route zwischen Ost und West auch dem Austausch von
kulturellen Leistungen und religiösem Gedankengut. Davon zeugen bis heute die Überreste der Klöster und Städte
entlang der großen Taklamakan - Wüste ("man geht hinein und kommt
nicht wieder hinaus"). Die vom Vortragenden auf zwei Reisen gemachten
Dias wollen diese Zeugnisse vergangener Pracht und kultureller Blüte
beschreiben. Dabei ist aber dem Schicksal der dort heute als Minderheit in
der Volksrepublik China lebenden Menschen - ein Abstecher führt dabei
auch in den nördlichen Teil Tibets (Kumbum- und Labrang- Kloster) -
breiter Raum gewidmet. Einige Namen von Landschaften und Stationen, die auf dieser über 6.000 Kilometer langen Reise berührt werden, sollen Geschmack machen, sich vom Vortragenden für einen Abend in die Vergangenheit und Gegenwart Zentralasiens entführen zu lassen: Aus dem Indus - Tal über die Höhen und Pässe des Karakorum und Pamir ins westliche chinesische Sinkiang, im Tarim Becken entlang der Taklamakan-Wüste von Kashgar, Kuqua, Kizil nach Turfan, über die kulturhistorischen Zentren von Dunhuang, Bingling Si, Maji Shan in der Gansu - Provinz bis zum Endpunkt der antiken Seidenstraße nach Changan (Xian) und in die heutige Hauptstadt Chinas Peking.
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Mit dem Langboot und zu Fuß durch Borneo Die Durchquerung Borneos, nach Grönland und Neuguinea
drittgrößte Insel der Erde, ist ein alter Expeditionstraum:
Undurchdringlicher tropischer Regenwald, gefährliche Stromschnellen und
gefürchtete, dem rituellen Kannibalismus huldigende Kopfjäger
verwehrten bis in unser Jahrhundert hinein nahezu jeden Zugang in das
geheimnisvolle Innere dieser im indonesischen Archipel gelegenen Insel.
Für eine Gruppe von überwiegend (fast) normalen Zivilisationsmenschen
erfüllte sich unter Führung des expeditionserfahrenen Mediziners Dr.
Werner Weiglein dieser Traum. Gestartet wurde das Unternehmen an der
Westküste Borneos. Auf die elfköpfige
"Expeditionsmannschaft" wartete eine Strecke von über 2.000
Kilometer, geprägt von reißenden Flüssen sowie unberührtem Regenwald
und Begegnungen mit exotischen Volksstämmen ehemaliger Kopfjäger. Die
Expedition wollte für ihre Inseldurchquerung das geographische Phänomen
ausnutzen, dass die beiden größten Flüsse der Insel der Kapuas (1.100
km) und der Mahakam (925 km) in ihrem gemeinsamen Quellgebiet im Müller-Gebirge
nur etwa 100 Kilometer voneinander entfernt liegen und von dort aus nach
Westen bzw. Osten fließen, bis sie auf den gegenüber liegenden Seiten
der Insel ins Meer münden. Zunächst führte der Weg der Expedition von Pontianak an
der Westküste mit einem größeren
Boot 900 Kilometer den sich meist träge durch die Ebene Westkalimantans
meandernden Kapuas hinauf bis zum 1895 von den Holländern als
kolonialer Außenposten gegründeten Putussibau. Der auf halber
Wegstrecke gelegene malerische Ort Selimbau zeigt den zweihundert Jahre
langen Einfluss des Islams - mohammedanische Kaufleute waren die ersten
Missionare - auf die ehemals animistischen Dayaks. In der Taman-Siedlung
von Melapi - die Tamans bilden eine Untergruppe der Maloh Dayaks - wird
ein traditionelles Langhaus besucht, das den Bewohnern eines ganzen
Dorfes Platz bietet. Nicht weit davon liegt ein Begräbnisplatz, von dem
die Toten der Dayaks in bootförmigen Särgen die gefährliche und mühevolle
Reise ins Totenland antreten. Auf der weiteren Fahrt den Kapuas aufwärts
mit kleineren Langbooten wäre ohne die Geistesgegenwart eines Dayaks
die Expedition noch vor Erreichen der eigentlich gefährlichen
Stromschnellen des Bungas endgültig beendet gewesen. Von Tanjung Lokang
aus, wo sich noch bis vor kurzem nomadisierende Punas sich fest
niedergelassen haben, mußte die Gruppe mit 15 Trägern einen etwa 100
Kilometer langen Fußmarsch über das Müller-Gebirge durch von Menschen
unbewohntes Gebiet zu dem auf der anderen Seite gelegenen Mahakam
antreten. Der neuntägige strapaziöse Marsch ins Ungewisse durch
unbewohnten und unberührten Regenwald über das Gebirge - der in holländischen
Diensten stehende Major Müller bezahlte 1826 die erste Überquerung
durch einen Europäer mit seinem Leben - forderte der Gruppe in
physischer, vor allem aber in psychischer Hinsicht die letzten
Kraftreserven ab. Gepeinigt wurden die Teilnehmer im Regenwald vor allem
durch Blutegel und dauernde Nässe. Das Schlafen in dem jedem Abend von
den Trägern aus Blättern und Ästen errichteten "pondok"
sowie das Gehen und Klettern mit offenen blutigen Füßen unter stärkstem
psychischem Druck werden die Teilnehmer ihr ganzes Leben lang nicht
vergessen. Das Erreichen der Wasserscheide auf dem Kamm des Müller-Gebirge,
wo sich nach Aussagen unserer Träger die Geister des Kapuas und Mahakam
treffen, war für die Gruppe sicherlich der eigentliche Höhepunkt ihrer
Expedition. Doch selbst als die Gruppe drei Tage später sich in die
erste Dayak-Siedlung am Mahakam schleppte, war das gefährliche
Abenteuer noch nicht endgültig aus- und überstanden. Mit seinen
Stromschnellen, die zu den gefährlichsten der Welt zählen, hielt
dieser in seinem Oberlauf noch völlig ungebändigte Fluss die
gestresste Gruppe weiterhin in Atem und Aufregung. Einen Monat nach
ihrem Aufbruch erreichte sie über die Dayak-Siedlungen Long Bagun, Data
Bilang und Long Iram schließlich mit dem alten Sultanssitz Tenggarong
und der Hafenstadt Balikpapan das ersehnte Ziel an der Ostküste Borneos.
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VIETNAM, KAMBODSCHA UND LAOS Drei Länder auf dem Weg aus dem Schatten des Krieges Nach über zwei Jahrzehnten Krieg und Gewaltherrschaft versuchen Vietnam, Kambodscha und Laos nach langen Jahren der internationalen Isolierung mühsam an die rasante Entwicklung Ostasiens der letzten 30 Jahre - vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet - Anschluss zu finden. Nachdem sich die Länder Anfang der fünfziger Jahre endlich von der Kolonialherrschaft der Franzosen befreien konnten, mussten ihre Menschen erneut unermessliche Leiden und Opfer auf sich nehmen. In Vietnam verloren im grausamsten Dschungelkrieg aller Zeiten mit der Weltmacht USA etwa 2,5 Millionen Zivilisten ihr Leben, in Kambodscha töteten die völkermordenden Roten Khmer während ihrer vierjährigen Schreckensherrschaft mindestens eine Million von insgesamt sieben Millionen Kambodschanern. Nach der Einnahme Südvietnams durch die kommunistischen Truppen und der Eroberung von Phnom Penh durch die Roten Khmer im Jahre 1975 führte die Fremdenfeindlichkeit der Führung in Hanoi und des Regimes in Kambodscha dazu, dass die Weltöffentlichkeit für lange Jahre aus diesen beiden Ländern außer Propagandaparolen kaum noch Informationen erhielt. Erst Ende der 80er Jahre begannen die Regierungen der Länder ihre Grenzen für ausländische Besucher wieder vorsichtig zu öffnen. Seitdem hat der Vortragende, der bereits in der zweiten Hälfte der 60er Jahre diese Länder besuchte, Vietnam und Kambodscha 1988 und 1992 für längere Zeit bereist. Ohne die tragischen Ereignisse und deren Folgen der neueren Geschichte aus den Augen zu verlieren, werden die Dias und Ausführungen neben der glanzvollen Vergangenheit dieser Länder sich aber ganz wesentlich mit dem Leben und den heutigen Problemen in Vietnam, Kambodscha und Laos beschäftigen. Neben den Bildern der liebenswürdigen Menschen dieser Region sollen vor allem die gezeigten Naturschönheiten und Kulturdenkmäler - darunter die weltberühmten Tempel von Angkor - zu einem Besuch dieser um ihre Existenz ringenden Länder anregen. Um auch die aktuellen Geschehnisse mit einbeziehen zu können, machte der Vortragende im März/April 2002 nochmals eine Reise mit Kamera und Rucksack durch diese drei Länder.
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IM LANDE DER ERBEN DSCHINGIS KHANS Reisen in die Mongolei und nach Usbekistan Wie ein vernichtender Orkan wälzten sich im 13.
Jahrhundert aus den unbekannten Steppen Innerasiens die Reiterscharen der
Mongolen in das Abendland. Untrennbar verbunden mit den Angst und
Schrecken verbreitenden Mongolen ist ihr größter Führer: Dschingis Khan
(1167-1227). Mit unvorstellbarer Härte und Grausamkeit eroberte dieser in
kurzer Zeit eine Landfläche von 25 Millionen km2 mit ungezählten Völkerschaften.
Nach dem Tode Dschingis Khans wurde das Imperium in die Teilreiche
Zentral-Khanat, Khanat-Tschagatai, Khanat der Goldenen Horde und Khanat
der llkhane aufgeteilt. Im Herbst 1237 begann der Angriff der Mongolen auf
Europa. Russische Fürstentümer wie Moskau, Wladimir, Susdal, Rostow
waren die ersten Opfer. Nach der vernichtenden Niederlage des deutschen
Ritterheeres in der Schlacht bei Liegnitz im Jahre 1 241 stand den
Mongolen das Tor nach Mitteleuropa offen. Der Tod des Großkhan Ogödei
rettete die Europäer vor dem Joch der Mongolenherrschaft. Die Mongolen
zogen ab und kehrten nie wieder nach Europa zurück. Bürgerkriege und
Assimilierung förderten den Zerfall des größten Weltreiches der
Menschheitsgeschichte. Ende des 15. Jahrhunderts stellten die Mongolen für
die Weltgeschichte wieder das dar, was sie einst vor Dschingis Khan waren:
ein unbedeutendes nomadisierendes Steppenvolk. In den Sagen und Mythen der
Völker aber leben Dschingis Khan und seine wilden Reiter bis heute fort,
fesseln und inspirieren immer wieder die Phantasie von Sängern und
Dichtern. Die Spuren Dschingis Khans nimmt der Vortragende in
MOSKAU auf. Das als Pelztierjäger-Siedlung gegründete IRKUTSK und der
BAIKAL-SEE sind die ersten Zwischenstationen im einstigem Kernland der
Mongolen. Mit der Transmongolischen-Eisenbahn geht die Fahrt weiter nach
ULAN BATOR. Mitten in der Wüste GOBI landet die alte sowjetische "Anatow
24" mit dem Reisenden aus Deutschland bei einem Jurten-Camp. Zu Gast
ist er bei Steppennomaden. Diese hüten inmitten von Dünen und Sandfeldem
auf kärglich wachsendem Gras ihre Pferde, Kamele, Rinder, Ziegen und
Schafe, die ihren einzigen Lebensunterhalt darstellen. Aus der Wildnis in
der Hauptstadt ULAN BATOR zurück, zeigt ein Besuch im Gangdan-Kloster -
die letzte Stätte, in dem die Mongolen zur Zeit des übermächtigen
sowjetischen Einflusses ihren aus Tibet übernommenen lamaistischen
Glauben offen praktizieren durften - die religiösen Wurzeln der Mongolen
auf. Wenig übrig geblieben ist vom dem mitten in der Steppe gelegenem
KARAKORUM, der Hauptstadt Dschingis Khans. Nur noch Steppengras wächst an
der Stelle des ehemaligen Hof- und Heerlagers des mächtigsten und gefürchtesten
Herrschers seiner Zeit. Einsam bewacht wird die Stätte von einer allein
übrig gebliebenen mächtigen steinernen Schildkröte. Das in
unmittelbarer Nachbarschaft im 16. Jahrhundert erbaute lamaistische
Kloster EDERNE DZU legt, wenn leider auch nur als Religionsmuseum, Zeugnis
dafür ab, dass die späteren Erben des größten Mongolen-Herrschers
offensichtlich der Religion gegenüber dem Kriegshandwerk den Vorzug
gaben. Der zweite Teil des Vortrages führt in den ehemals
sowjetischen Orient nach USBEKISTAN. Dort eroberte Timur Lenk (1336-1405)
‚ auch Tamarlan ("der Hinkende") genannt, sich nach dem
Zerfall des Khanats der llkhane ein neues turkomonglisches Großreich.
Nach dem Tode dieses Herrschers, der zumindest, was Grausamkeit und
Erfolgssucht betrifft, ein echter Nachkomme Dschingis Khans war, zerfiel
das von ihm begründete Imperium schnell in unbedeutende einzelne Khanate.
Deren politische Schwäche nutzte der Zar von Rußland im 19. Jahrhundert
zur Annexion des heutigen USBEKISTANS aus. Höhepunkte der Reise sind
hier: BUCHARA (Kaljan Moschee; orientalischer, mit Kuppeln gedeckter
Basar; Tschar Minar), SAMARKAND (Registan Platz; Gur Emir, Grabmoschee der
Familie Tamarlans; Gräberfeld von Schah-i-Sinda) und CHIWA (Minarett
"Kalta Minar'; Mausoleum des Pahlawan Mahmed). Mit dem Besuch von
TASCHKENT erleben die Teilnehmer die im Baustil sowjetisch geprägte
Hauptstadt Usbekistans. Dieser jetzt unabhängige Staat gehörte als
Republik bis zu deren Zerfall der Sowjetunion an. Nicht zuletzt aufgrund
ihrer unterdrückten Minderheitenprobleme - das gilt in besonderem Maße
auch für Usbekistan - hielt
die Sowjetunion im Jahre 1991 ihrer größten Zerreißprobe seit ihrer Gründung
nicht stand.
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GEHEIMNISVOLLES TIBET Im Lande des Dalai Lama Für Jahrhunderte war Tibet für Ausländer ein
verbotenes Land. Das unzugängliche "Dach der Welt" galt für
lange Zeit als Symbol geheimen Wissens um das Ziel und den Sinn des
Daseins. Das unwegsame Land mit
seiner Hauptstadt Lhasa war bis in dieses Jahrhundert hinein eines der
best gehüteten Geheimnisse der Welt. Nur wenigen Reisenden gelang es vor
dieser Zeit, hinter die mit ewigem Eis bedeckten Gipfel des Himalaya
vorzudringen. Die wenigen, oft mit Phantasien angereicherten Berichte von
riesigen Klosterstädten, schwarzer Magie und lebenden Göttern trugen
dazu bei, den Mythos um den rätselhaften
Gottesstaat ständig weiter zu vergrößern. Im Jahre 1950 eroberten die Chinesen die letzte antike
Hochkultur unserer Erde. Im Namen des "Fortschritts"
brandschatzten und zerstörten sie besonders während der Kulturrevolution
fast 3000 bhuddistische Klöster, vertrieben, versklavten oder ermordeten
fast sämtliche Mönche und unzählige Gläubige. Der Dalai Lama, das
geistige und politische Oberhaupt Tibets, floh 1959 nach Indien. Mit dem
Gottkönig gingen 100.000 Gläubige ins Exil. Die Chinesen glaubten damit
den Lamaismus, d.h. den bhuddistischen Glauben seiner Bewohner, der das
Fundament des letzten Gottesstaates der Erde bildet, endgültig
ausgerottet zu haben. Allein die Eroberer hatten das Maß der Leidensfähigkeit
der Bewohner Tibets bei weitem unterschätzt. An ihrer religiösen Überzeugung
hielten die Tibeter unerschütterlich fest: Nach ihrem Glauben wird der
Mensch nach dem Tode in einem ständigen Kreislauf in ein neues Leben und
damit aber auch in neues Leiden hineingeboren; ihr Gottkönig wird nach
eigenem Willen als Bhodisattva immer wieder in neuer Gestalt auf Erden
wiedergeboren, bis die Menschheit von allem Übel und Leid erlöst ist.
Noch ist es nicht einmal ein Jahrzehnt her, dass die Chinesen das von
ihnen okkupierte "verbotene Land" Tibet für Ausländer
schrittweise wieder öffneten. Wie der Vortragende diese Öffnung erlebte,
welche Eindrücke und Erlebnisse er auf zwei kürzlich gemachten Reisen
durch Tibet hatte, soll der Lichtbildervortrag vermitteln. Zunächst ist die Hauptstadt Lhasa und ihre Umgebung,
Zentrum der traditionellen tibetischen Geisteswelt - verkörpert durch den
lamaistischen Bhuddismus und seine einmalige Ikonographie - Gegenstand des
Vortrages. Einige Höhepunkte sind: der das Lhasa-Tal überragende Potala
(Winterpalast und Grabstätte der Dalai Lamas), der Jokhang (religiöses
Zentrum von Lhasa und höchstverehrter Tempel im gesamten tibetischen
Kulturraum), Drepung ("der Reishaufen" mit seinen einstmals über
10.000 Mönchen das größte Kloster der Welt), Nechung (Sitz des
tibetischen Orakels), Kloster Sera ("der Wildrosenhof") und
Kloster Ganden ("das Freudenerfüllte", eine der Säulen der
Gelbmützen-Sekte, das fast völlig den Bilderstürmern der Kulturrevolution zum Opfer fiel).
Neben der Welt der Mönche ist aber auch dem Alltagsleben der Tibeter im
Vortrag breiter Raum gewidmet. Obwohl das Leben den Tibetern außer der
Heilserwartung nur Armut zu bieten hat, spiegelt das Gesicht Tibets
Lebensfreude, Zufriedenheit und Gelassenheit wider. Im zweiten Teil des Vortrags geht es durch die grandiose
Gebirgswelt Tibets nach Shigatse mit der Klosterstadt Tashilunpo, dem Sitz
des Panchem Lama, Gyantse mit einem großem Klosterkomplex
und einem aus alten tibetischen Bauernhäusern bestehenden
Altstadtteil sowie Shalu, dem Zentrum der Tranceläufer. Ein Tempelfest im
Kloster Sakya, bei dem sich die Menschen von Chamtänzern in die Überwelt
entführen lassen, wird sicherlich für die Zuschauer und Hörer ein
unvergessliches Erlebnis bleiben. Beendet wird der Vortag mit einem Besuch
an der Wiege der tibetischen Kultur im Yarlungtal und des
am nördlichen Ufer des Tsangpo gelegenen Klosters Samye, dem
Abbild des bhuddistischen Universums. Wenn dieser Lichtbildervortrag dazu beiträgt, dass die
auf dem abgelegenen "Dach der Welt" um ihre religiöse und
politische Unabhängigkeit ringenden Tibeter nicht - wie es
oft leider nicht nur den Anschein hat - in unserem Teil der Welt
vergessen werden, haben sich für den Referenten alle bei seinen Reisen
nach Tibet auf sich genommenen Mühen und Strapazen gelohnt. |
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KUBA ZWISCHEN SOZIALISMUS UND TOURISMUS Einundzwanzigmal
zu Gast im Lande Fidel Castros Kuba
war lange Zeit ein Karibik-Traum: Weiße Strände mit hübschen
Mulattinnen, Zuckerrohrfelder, Rumcocktails, Salsa-Musik und dazwischen
Fidel Castro mit seiner dicken Havannazigarre. Was davon ist Klischee, was
Mythos und was davon ist Realität? Kuba für wen und warum? Die
Reihe der Interessierten ist fast unerschöpflich: Sonnenanbeter,
Wassersportler, Politologen, Salsa-Freaks, Karnevalisten, Biologen,
Autonarren bis hin zu Architekten. Der Aufenthalt auf Kuba kann zu einem
nervenaufreibenden Abenteuer oder auch nur zu einer bloßen Urlaubsidylle
werden. Die Insel ist weder ein Paradies noch die Hölle, aber ein Ort mit
einer wechselvollen Geschichte, ein Land mit großen Naturschönheiten, in
dem sich unterschiedliche Völker und Kulturen miteinander vermischten zu
aufgeschlossenen Menschen, die neugierig auf die übrige Welt sind, aber
zu arm, um diese persönlich kennen zu lernen. Zu Kuba gehörten nach der Machtergreifung durch den “lider maximo“ im Jahre 1959 besonders kraftvolle Propagandaparolen wie “Socialismo o muerte“ (Revolution oder Sterben). Heute gibt es nur noch eine “Dollar- Revolution“, die unerbittliche Jagd nach den grünen (Dollar-)Scheinen. Um Devisen auf die Insel zu schaffen, hat Fidel Castro den Kubanern den Besitz von Dollars gestattet. Dieser Schritt beschleunigt den Zerfall des sozialistischen Revolutionsstaates hin zu einer kapitalistischen Zweiklassengesellschaft. Aber der kubanischen Regierung blieb zum Überleben keine andere Wahl: Zucker, Rum, Tabak und Tourismus sind die einzigen Exportgüter zum Erwerb von Devisen, um Lebensmittel und Medikamente für die elf Millionen zählende Bevölkerung, Ersatzteile und Rohstoffe für die Produktion und vor allem Erdöl für die Energieerzeugung auf dem Weltmarkt zu erwerben. Gezeigt werden aber nicht nur die Schattenseiten der augenblicklichen wirtschaftlichen Misere des Inselstaats. Zweifellos - das wird in den Darstellungen aus letzter Zeit über Kuba überwiegend vergessen - hat sich das Leben im Sozialismus nicht nur verschlechtert. Bildung für jeden, eine gute medizinische Vorsorgung, Beseitigung der Slums, sind - bei aller Bescheidenheit der kubanischen Lebensverhältnisse – Erfolge. Diese haben das Selbstbewusstsein der Kubaner gestärkt, das mit einer für diesen Raum angenehm auffallenden Bescheidenheit und Zurückhaltung gepaart ist. Mit
ganz überwiegend neuen Dias geht der Vortragende erneut auf die letzten
Entwicklungen dieser einmaligen Karibikinsel ein. Insbesondere spürt er
der Frage nach, ob der Sozialismus auch nach Castro noch eine Überlebenschance
hat. Flugzeugentführungen und die Verurteilung von ganzen
Dissidentengruppen zu hohen Freiheitsstrafen aus letzter Zeit zeigen, dass
es um die Einheit von Volk und Regierung offensichtlich nicht zum
allerbesten bestellt ist. Auch
dieses Mal sollen aber wieder die Menschen, die Kulturdenkmäler und die
Naturschönheiten des Landes im Mittelpunkt des Vortrags stehen, die den
wahren Zauber und das eigentliche Kapital Kubas ausmachen. Schrieb
doch schon Christoph Columbus, als er am 27. Oktober 1492 Kuba entdeckte,
in sein Bordtagebuch: „Dieses Land ist wohl das Schönste, was
menschliche Augen je erblickt haben.“ Ob das auch noch heute gilt, mag
dahin gestellt bleiben, mehr als nur eine Reise ist diese Insel ganz
sicherlich wert.
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IST JAPAN WIRKLICH ANDERS? Globetrotter und Wissenschaftler im Land der aufgehenden
Sonne Mit der Kamera festgehaltene Erlebnisse und Beobachtungen
aus 30 Jahren "Diesem Land ist das traurige Schicksal zuteil
geworden, nie durch eine ungefärbte Brille, sondern stets durch rosa oder
schwarz gefärbte Gläser betrachtet zu werden." (Max von Brandt,
preußischer Gesandter, 1861-1875). Diese scharfsinnige Beobachtung hat in
über 100 Jahren nichts von ihrem Wahrheitsgehalt eingebüßt. "Japan
- Land des Lächelns, der Lotusblüte, der Shinto-Schreine, der
bhuddistischen Tempel, der Zen-Gärten, der Meditation", "Japan
die skrupellose wirtschaftliche und politische Großmacht" sind
Gegensatzpaare, die heute die Welt - stets wie man es gerade braucht - in
Begeisterungsstürme oder Kassandrarufe ausbrechen lässt. Lieber Neues schaffen, als Altes betrauern, 125 Millionen
bevölkern einen schmalen Lebensraum. Japan ist heute nach seinem Aufstieg
aus dem Zusammenbruch des zweiten Weltkriegs, eine der modernsten und
leistungsfähigsten Industrie- und Handelsnationen der Welt, wobei seine
hochentwickelte Wissenschaft und Technik die Japaner zu einer rationellen
Lebensweise zwingt. Deshalb leben die modernen Japaner wie die Europäer,
in ihrem Charakter. In vielen ihrer Lebensgewohnheiten sind sie jedoch
noch immer stark von alten Moralbegriffen, von der Denkweise und der überlieferten
Religion ihrer Vorfahren beeinflusst.
Charaktermerkmale der Japaner sind: schnelle Auffassungsgabe und
Anpassungsfähigkeit; Hang zu romantischer Träumerei, zur Sentimentalität
und Impulsivität sowie Fleiß. Wo steht Japan heute nun tatsächlich und sind die
Japaner wirklich anders? Der Referent wird versuchen, diese bereits
vielleicht schon zu oft gestellte Frage ganz persönlich zu beantworten.
Er will die Zuhörer daran teilnehmen lassen, wie er in den letzten 30
Jahren das Land der aufgehenden Sonne mit Kamera und Rucksack als
Globetrotter, Wissenschaftler und Forscher über den Strafvollzug an der
Keio Universität in Tokio sowie als Organisator zahlreicher
Studienfachreisen gesehen und erlebt hat. Auf dem Prüfstand werden auch die deutsch- japanischen
Beziehungen stehen. Diese konnte der Referent als Vizepräsident der
Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken und als Gründungsmitglied
der Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung nicht nur in der Rolle eines
passiven Zuschauers miterleben.
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IM LANDE DSCHINGIS KHANS - ZU GAST IN DER MONGOLEI 4000 Kilometer mit dem Jeep durch Steppe und die wüste
Gobi Wie ein vernichtender Orkan wälzten sich im 13.
Jahrhundert aus den unbekannten Steppen Innerasiens die Reiterscharen der
Mongolen in das Abendland. Untrennbar verbunden mit den Angst und
Schrecken verbreitenden Mongolen ist ihr größter Führer: Dschingis Khan
(1167-1227). Mit unvorstellbarer Härte und Grausamkeit eroberte dieser
mit ungezählten unterworfenen Völkerschaften in kurzer Zeit eine Landfläche
von 25 Millionen km2. Nach dem Tode Dschingis Khans wurde das
Imperium in die Teilreiche Zentral-Khanat, Khanat-Tschagatai, Khanat der
Goldenen Horde und Khanat der Ilkhane aufgeteilt. Im Herbst 1237 begann
der Angriff der Mongolen auf Europa. Russische Fürstentümer wie Moskau,
Wladimir, Susdal, Rostow waren die ersten Opfer. Nach der vernichtenden
Niederlage des deutschen Ritterheeres in der Schlacht bei Liegnitz im
Jahre 1241 stand den Mongolen das Tor nach Mitteleuropa offen. Der Tod des
Großkhans Ögödei rettete die Europäer vor dem Joch der
Mongolenherrschaft. Die Mongolen zogen ab und kehrten nie wieder nach
Europa zurück. Bürgerkriege und Assimilierung förderten den Zerfall
des größten Weltreiches der Menschheitsgeschichte. Ende des 15.
Jahrhunderts stellten die Mongolen für
die Weltgeschichte wieder das dar, was sie einst vor Dschingis Khan waren:
ein unbedeutendes nomadisierendes Steppenvolk. In den Sagen und Mythen der
Völker aber leben Dschingis Khan und seine wilden Reiter, davon konnte
sich der Vortragende bei seinen vielen Besuchen in den Yurten der Nomaden
selbst überzeugen, bis heute fort, fesseln und inspirieren immer wieder
die Phantasie von Sängern und Dichtern. Nicht auf dem Rücken des Pferdes, sondern auf dem Jeep
erobert sich Dr. Dieter Bindzus die Heimat Dschingis Khans, eine
Expeditionsreise voller landschaftlicher und kulturhistorischen Höhepunkte.
Der Vortrag beginnt in der Hauptstadt Ulanbatar im Gangdan-Kloster. Hier
werden die religiösen Wurzeln der Mongolen sichtbar. Es ist eine der ganz
wenigen aus der Zeit der Glaubensverfolgung erhalten gebliebenen Stätten,
in denen die Mongolen zur Zeit des übermächtigen sowjetischen Einflusses
ihren aus Tibet übernommenen lamaistischen Glauben noch (offen)
praktizieren durften. Danach geht es in das grenzenlose Grasland der
Nomaden. Zu Gast sind die Fremden aus dem fernen Europa in den Yourten der
Mongolen, feiern mit ihnen bei traditionellen Ringkämpfen und
Pferderennen. Gezeigt werden die Eindrücke der fast einen Monat dauernden
Reise, die im Norden bis zum Hovsgul Nuur ("Bruder"- See des großen
Baikal im benachbarten Sibirien) im Zentrum zu den Ausläufern des
pittoresken Hangai Nuruu Gebirgszugs und im Süden in die Wüste Gobi führt. Die Ruinen der 1368 zerstörten Hauptstadt Dschingis
Khans Karakorum und das aus seinen Resten erbaute Kloster Edernedzu
(erstes buddhistisches Zentrum in der Mongolei) in der weiten Steppe
lassen die große Vergangenheit der Mongolen mehr als nur erahnen. Wenig
übrig geblieben ist von der einstigen mitten in der Steppe gelegenem
Hauptstadt Dschingis Khans. Nur noch Steppengras wächst an der
Stelle des ehemaligen Hof- und Heerlagers des mächtigsten und gefürchtetsten
Herrschers seiner Zeit. Einsam bewacht wird die Stätte von einer allein
übrig gebliebenen mächtigen steinernen Schildkröte. Das in
unmittelbarer Nachbarschaft im 16. Jahrhundert erbaute lamaistische
Kloster Edernedzu legt, wenn leider auch nur als Religionsmuseum, Zeugnis
dafür ab, dass die späteren Erben des größten Mongolenherrschers der
Religion gegenüber dem Kriegshandwerk den Vorzug gaben.
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AUSTRALIEN Eine Reise durch den fünften Kontinent Gut zwei Jahrhunderte, nachdem Captain Arthur Philip die „First Fleet" mit etwa 730 Strafgefangenen nach achtmonatiger strapaziöser Seereise an der Ostküste Australiens landete, ist das Land der Känguruhs und Koalas, der roten Felsen und der Eukalyptusbäume heute zum Mythos der Fernwehgeplagten aus aller Herren Länder geworden. Mit seinem Vortrag möchte Dr. Dieter Bindzus alle diejenigen, die noch von Pioniergeist, Erlebnishunger und Abenteuerlust träumen, zu einer Exkursion mit ihm in die „terra australis incognita" (unbekanntes Land im Süden) ermuntern. Kurz: Es geht ins „lucky country" (glückliches Land) mit seiner ganzen Wildheit und Weite. Mißt doch der kleinste Kontinent der Erde immerhin 4500 km von West nach Ost und 3500 km von Nord nach Süd. Ziele der Reise sind u.v.a. Naturphänomene wie der kupferfarben leuchtende „Ayers Rock" und die benachbarten „Olgas" ebenso wie die fast 2000 km lange Wunderwelt des „Great Barrier Reef", das tropische Hinterland von Cairns und der Kakadu National Park bei Darwin. Der Einblick in die Kultur reicht von Felszeichnungen der prähistorischen Ureinwohner bis hin zur „Sydney Opera", einem Superlativ neuzeitlicher Ingenieurs- und Architekturkunst. Für diejenigen, die bereits vorher einmal mit dem Finger auf der Landkarte die Reise machen wollen, hier die wichtigsten Stationen: Cairns – Melbourne – Great Ocean Road – Adelaide – Sydney - Ayers Rock – Alice Springs – Tennant Creek – Katherine – Kakadu National Park – Darwin - Perth – Pinnacles – Monkey Mia – Kalbarri National Park.
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IM
HERZEN ZENTRALASIENS Usbekistan, Kirgistan, Kasachstan Woher
kommen und wohin gehen die neuen Staaten? Die
alte "Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken" hat mit dem
Putsch vom 19. August 1991 aufgehört zu existieren. Die ehemalige, aus
15 Republiken bestehende UdSSR ist in 15 souveräne Einzelstaaten
zerfallen. Die gewonnene Freiheit wird allerdings bis heute überschattet
von dem Erbe einer über 70 Jahre dauernden sozialistischen Diktatur:
schwelende Nationalitäten- und Religionskonflikte sowie auf schweren
Umweltschäden beruhende Misswirtschaften. Um
sich selbst ein Bild über die Lage in den vom Islam geprägten neuen
Staaten zu machen, hat der Vortragende Reisen – letztmalig für
mehrere Wochen im Jahre 2002 - in die ehemaligen Republiken Usbekistan,
Kirgistan und Kasachstan unternommen. Dabei konnte er sich auf Eindrücke
und Erfahrungen stützen, die er im Verlauf der letzten 35 Jahre auf zwölf
Reisen kreuz und quer durch fast alle ehemaligen Republiken der UdSSR
gemacht hatte. Usbekistan hatte er bereits mehrfach vor und unmittelbar
nach dem Umbruch besucht. Anhand
interessanter Dias will der Vortragende dem Zuschauer und Zuhörer die
neueren Entwicklungen dieser sich im Umbruch befindlichen Region der
Erde näher bringen, die in der Vergangenheit Herrscher von Alexander
dem Großen, über Dschingis Khan bis hin zu den russischen Zaren und Führern
des Weltkommunismus zu ertragen hatte. Menschen, Geschichte und Kultur
dieser Länder stehen dabei im Mittelpunkt, ohne dass dabei die
landschaftlichen Schönheiten vergessen werden. Dreh-
und Angelpunkt und erste Etappe des Vortrages ist Usbekistan, dem Land
eines dem Islam anhängenden Turkvolkes. Das weite karge Land wird von
ausgedehnten Bewässerungssystemen erschlossen und weitgehend für den
Baumwollanbau genutzt. Von hier aus eroberte Timur Lenk (1336-1405),
auch Tamarlan (der Hinkende) genannt, nach dem Zerfall des Khanats der
Ilkhane ein neues turkomongolisches Großreich. Dieses zerfiel nach dem
Tode des an Grausamkeit und Erfolgssucht kaum zu überbietenden
Herrschers bald wieder in unbedeutende einzelne Khanate. Deren
politische Schwäche nutzte der russische Zar im 19. Jahrhundert zur
Annexion aus. Besuchsschwerpunkte u.a.: Taschkent (Medresen); Chiwa
(Minarett „Kalta Minar“; Mausoleum des Pahlawan Mahmed), Buchara (Kaljan
Moschee; Tschar Minar; orientalischer mit Kuppeln gedeckter Basar;
Mausoleum der Samaniden), Samarkand (Registan Platz; Gur Emir,
Grabmoschee Tamarlans; Gräberfeld vom Schah-i-Sinda). Kirgistan
ist topographisch interessant: Zu 94 % besteht es aus Bergen und 30% der
Landesfläche liegen über 3.000 m hoch. Im Zentrum stehen hier neben
der Hauptstadt Bishkek (früher: Frunse) die unvergleichlich schönen
Landschafts- und Naturbilder vom Issyk-Kul-See („warmer See“) und
der hochalpinen Bergwelt des Tian Shan. Absoluter Höhepunkt:
Hubschrauberflug in das „Mustag“ (Eisgebirge)
zum Inylchek-Gletscher zu Füßen der Eisriesen Pik Pobedy (7439
m) und Khan Tengri (7010 m). Kasachstan,
so groß wie ganz Westeuropa, ist mit seiner Hauptstadt Astana (früher:
Almaty) der Mittelpunkt der großen eurasischen Steppe, die sich von der
Mongolei quer durch Asien bis zur Puszta Ungarns hinzieht. Natürlicherweise
bilden deshalb auch hier Landschaft, Natur und Menschen den Schwerpunkt
des Vortrags.
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ÜBER DIE ANTIKE SEIDENSTRASSE AUF DAS DACH DER WELT Reise von Kashgar (Sinkiang) nach Lhasa (Tibet)
Ständige Handelsverbindungen
zwischen China und dem Abendland bestanden schon vor 2000 Jahren. Aber
erst der deutsche Geologe Ferdinand von Richthofen gab 1877 der
wiederentdeckten Route den Namen "Seidenstraße", über die
Kaufleute viele Jahrhunderte vornehmlich Seide, Keramik und Gewürze aus
China gegen Glas, Gold und Edelsteine aus dem Westen tauschten. Doch
neben dem Handel diente die „Seidenstraße“ auch dem Austausch von
kulturellen Leistungen und religiösem Gedankengut zwischen Ost und
West. Davon zeugen bis heute zahlreiche Überreste von Klöstern und Städten
entlang der großen, von den damaligen Reisenden gefürchteten
Taklamakan-Wüste. Diese Zeugnisse vergangener Pracht und kultureller Blüte,
aber auch die Gesichter der heute dort lebenden Menschen hat der
Vortragende, der die „Seidenstraße“ auf diesem Abschnitt bereits
wiederholt bereist hat, mit seiner Kamera eingefangen. Geheimnisvolle
Namen von Landschaften und Stationen der Reise wie Kashgar, Kuqua, Kizil,
Turfan, Dunhuang, Bingling Si sollen dazu anregen, sich für einen Abend
in die Vergangenheit und Gegenwart Zentralasiens entführen zu lassen. Das
Kumbum-Kloster ist Endpunkt dieser Reise auf der Seidenstraße. Mit ihm
wird zugleich das Jahrhunderte lang für Ausländer verboten gewesene
Tibet erreicht. Das auf dem "Dach der Welt" unwegsam gelegene
Land galt lange Zeit als Symbol geheimen Wissens um das Ziel und den
Sinn des Daseins. Es war mit seiner Hauptstadt Lhasa bis in dieses
Jahrhundert hinein eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Welt.
Nur wenigen Reisenden gelang es, vor dieser Zeit hinter die mit ewigem
Eis bedeckten Gipfel des Himalaya vorzudringen. Die wenigen, oft mit
Phantasien angereicherten Berichte von riesigen Klosterstädten,
schwarzer Magie und lebenden Göttern trugen dazu bei, den
Mythos um den rätselhaften Gottesstaat ständig weiter zu vergrößern. Mit
allen Mitteln versuchten die Chinesen, die im Jahre 1950 Tibet
eroberten, die letzte antike Hochkultur unserer Erde im Namen des
"Fortschritts" auszurotten. Das Maß der Leidensfähigkeit der
Bewohner Tibets hatten die Eroberer allerdings bei weitem unterschätzt.
Unerschütterlich hielten die Tibeter an ihrer religiösen Überzeugung
fest: Danach wird der Mensch nach dem Tode in einem ständigen Kreislauf
in ein neues Leben und damit aber auch in neues Leiden hineingeboren;
der Dalai Lama, ihr Gottkönig, wird nach eigenem Willen als Bhodisattva
immer wieder in neuer Gestalt auf Erden wiedergeboren, bis die
Menschheit von allem Übel und Leid erlöst ist. Gezeigt
werden vor allem die Hauptstadt Lhasa und ihre Umgebung als das Zentrum
der traditionellen tibetischen Geisteswelt. Dazu gehören: der das
Lhasa-Tal überragende Potala (Winterpalast und Grabstätte der Dalai
Lamas), der Jokhang (religiöses Zentrum von Lhasa und höchstverehrter
Tempel im gesamten tibetischen Kulturraum), Drepung ("der
Reishaufen" mit seinen einstmals über 10.000 Mönchen das größte
Kloster der Welt), Nechung (Sitz des tibetischen Orakels), Kloster Sera
("der Wildrosenhof") und Kloster Ganden ("das Freudenerfüllte",
eine der Säulen der Gelbmützen-Sekte, das fast völlig den Bilderstürmern
der Kulturrevolution zum Opfer fiel). Neben der Welt der Mönche welches
ein Tempelfest im Kloster Sakya einschließt, bleibt aber auch für das
Alltagsleben der einfachen Tibeter und die grandiose Gebirgswelt Tibets
ausreichend Platz.
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MEXIKO - LAND DER KONTRASTE Mit
Kamera und Rucksack durch das Land mit der Sonne im Herzen Auf der „Plaza-de-las-Tres-Cultures“ in Mexiko–City
sind die drei Kulturen sinnbildlich vereint, die die Geschichte
Mittelamerikas nachhaltig verändert und das Bild Mexikos von heute
bestimmt haben: Aztekische Ruinen repräsentieren die nach der Konquista
der Spanier überall noch gegenwärtige präkolumbianische Kultur, eine
barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert steht für die spanische
Kolonialkultur und zeitgenössische Gebäude symbolisieren das neue
Mexiko, eine der am schnellsten wachsenden Industrienationen der Welt. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die „los Mexicanos“,
ein Volk voller Vielfalt. Die indianische Urbevölkerung, die spanischen
Conquistadores und die Sklaven vom afrikanischen Kontinent verschmolzen
frühzeitig miteinander; ihre Nachfahren sind die Mestizen. Entstanden
ist eine multikulturelle Gesellschaft, die jedoch weder politisch noch
gesellschaftlich geschlossen ist, zu groß sind die sprachlichen,
ethnischen und kulturellen Unterschiede. Diese Reise, die der Vortragende mit Kamera und Rucksack
gemacht hat, will auch dazu anregen, selbst das wilde, schöne Land
Mexiko zu besuchen. Von der mit dichten Busch bestandenem Halbinsel
Yucatan mit ihren Maya-Monumenten und versteckten Fischerdörfern an
kilometerlangen Stränden geht es durch das indianisch geprägte
Hochland über die Maya-Stadt Palenque in die faszinierende Bergwelt von
Chiapas. Nach einem Abstecher zu einem der eindruckvollsten Naturdenkmäler
Mexikos, dem Canyon El Sumidero, führt die Fahrt in das Hochland von
Oaxaca, wo man auf eine der schönsten Städte des Landes und zahlreiche
Zeugnisse mixtekischer und zapotekischer Kultur stößt. „Es gibt in ganz Europa keine Stadt, die schöner wäre
als Mexiko-City.“ Diesem Urteil des weltgereisten Naturforschers
Alexander von Humboldt aus dem Jahre 1803 muss und kann man heute nicht
mehr zustimmen, doch gibt es sicherlich kaum jemanden, den diese
Megastadt mit ihren unzähligen kulturellen „Highlights“ nicht in
ihren Bann zieht. Von der Hauptstadt dann in das koloniale Herz des
Landes nach Puebla, der Stadt der Kacheln, zur Silberstadt Taxco, in die
indianisch geprägten Städte Morelia, Patzcuaro und nach Tula, eine der
bedeutendsten Hinterlassenschaften vorkolumbischer Hochkulturen. Eine Fahrt in die Sierra Tarahumara mit der Barranca del
Cobre (Kupfer Canyon), lohnt jeden Umweg. Mit der
Chihuahua-al-Pacifico-Railway durch das Land der Raramuri („Leute, die
rennen“) – 670 Kilometer durch 87 Tunnel – kann die einmalig schöne
Bergwelt von Chihuahua nach Los Mochis besucht werden. Mexiko ist ein wahrlich faszinierendes Land mit
einmaligen landschaftlichen und kulturellen Schönheiten. Diese stehen
im Mittelpunkt des Vortrages, ohne dass allerdings die schwierigen
sozialen Probleme Mexikos, das hinter Brasilien das bevölkerungsreichste
Land Lateinamerikas ist, aus den Augen verloren werden.
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Anfragen für Vortragstermine und weitere Vortragsthemen an: Dr. Dieter Bindzus, Pommernring 12, 66121 Saarbrücken, Tel. und Fax 0681/ 818228 (privat) bzw. Universität des Saarlandes, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, D 66041 Saarbrücken, Tel. 0681/302-3166 bzw. Fax 0681/302-4402, E-mail: info@bindzus-weltreisen.de
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