Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus
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Globetrotter und Wissenschaftler im Land der aufgehenden
Sonne Mit der Kamera
festgehaltene Erlebnisse und Beobachtungen aus 30 Jahren Mittwoch, den 12. November 2003, 19.30 Uhr, Volkshochschule Saarlouis "Diesem Land ist das traurige Schicksal zuteil
geworden, nie durch eine ungefärbte Brille, sondern stets durch rosa
oder schwarz gefärbte Gläser betrachtet zu werden." (Max von
Brandt, preußischer Gesandter, 1861-1875). Diese scharfsinnige
Beobachtung hat in über 100 Jahren nichts von ihrem Wahrheitsgehalt
eingebüßt. Japan ist in der Meinung der Öffentlichkeit einerseits das
Land des Lächelns, der Lotusblüte, der Shinto-Schreine, der
buddhistischen Tempel, der Zen-Gärten, der Meditation, anderseits aber
auch die skrupellose wirtschaftliche und politische Großmacht. Diese
Gegensätze lassen, die Welt heute die – je nachdem wie man es gerade
braucht - in Begeisterungsstürme oder Kassandrarufe ausbrechen. Lieber Neues schaffen, als Altes betrauern, 125 Millionen
bevölkern einen schmalen Lebensraum. Japan ist heute nach seinem
Aufstieg aus dem Zusammenbruch des zweiten Weltkriegs, eine der
modernsten und leistungsfähigsten Industrie- und Handelsnationen der
Welt, wobei seine hochentwickelte Wissenschaft und Technik die Japaner
zu einer rationellen Lebensweise zwingt. Deshalb leben die modernen
Japaner überwiegend wie die Europäer. In vielen ihrer
Lebensgewohnheiten sind sie jedoch noch immer stark von alten
Moralbegriffen, von der Denkweise und der überlieferten Religion ihrer
Vorfahren beeinflusst. Charaktermerkmale
der Japaner sind: schnelle Auffassungsgabe und Anpassungsfähigkeit;
Hang zu romantischer Träumerei, zur Sentimentalität und Impulsivität
sowie Fleiß. Wo steht Japan heute nun tatsächlich und sind die
Japaner wirklich anders? Der Referent wird versuchen, diese vielleicht
schon zu oft gestellte Frage ganz persönlich zu beantworten. Er will
die Zuhörer daran teilnehmen lassen, wie er in den letzten 30 Jahren
das Land der aufgehenden Sonne mit Kamera und Rucksack als Globetrotter,
Wissenschaftler und Forscher über den Strafvollzug an der Keio
Universität in Tokio sowie als Organisator zahlreicher
Studienfachreisen gesehen und erlebt hat. Auf dem Prüfstand werden auch die deutsch- japanischen
Beziehungen stehen. Diese konnte der Referent als Vizepräsident der
Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken und als Gründungsmitglied
der Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung nicht nur in der Rolle eines
passiven Zuschauers miterleben.
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Mit
Kamera und Rucksack durch das Land mit der Sonne im Herzen Mittwoch,
den 17. März 2004, 19.30 Uhr, Volkshochschule Saarlouis Lichtbildervortrag: Akademischer Direktor a.D. Dr.
Dieter Bindzus (Saarbrücken) Auf der „Plaza-de-las-Tres-Cultures“ in Mexiko–City
sind die drei Kulturen sinnbildlich vereint, die die Geschichte
Mittelamerikas nachhaltig verändert und das Bild Mexikos von heute
bestimmt haben: Aztekische Ruinen repräsentieren die nach der Konquista
der Spanier überall noch gegenwärtige präkolumbianische Kultur, eine
barocke Kirche aus dem 17. Jahrhundert steht für die spanische
Kolonialkultur und zeitgenössische Gebäude symbolisieren das neue
Mexiko, eine der am schnellsten wachsenden Industrienationen der Welt. Im Mittelpunkt des Vortrages stehen die „los Mexicanos“,
ein Volk voller Vielfalt. Die indianische Urbevölkerung, die spanischen
Conquistadores und die Sklaven vom afrikanischen Kontinent verschmolzen
frühzeitig miteinander; ihre Nachfahren sind die Mestizen. Entstanden
ist eine multikulturelle Gesellschaft, die jedoch weder politisch noch
gesellschaftlich geschlossen ist, zu groß sind die sprachlichen,
ethnischen und kulturellen Unterschiede. Diese Reise, die der Vortragende mit Kamera und Rucksack
gemacht hat, will auch dazu anregen, selbst das wilde, schöne Land
Mexiko zu besuchen. Von der mit dichten Busch bestandenem Halbinsel
Yucatan mit ihren Maya-Monumenten und versteckten Fischerdörfern an
kilometerlangen Stränden geht es durch das indianisch geprägte
Hochland über die Maya-Stadt Palenque in die faszinierende Bergwelt von
Chiapas. Nach einem Abstecher zu einem der eindruckvollsten Naturdenkmäler
Mexikos, dem Canyon El Sumidero, führt die Fahrt in das Hochland von
Oaxaca, wo man auf eine der schönsten Städte des Landes und zahlreiche
Zeugnisse mixtekischer und zapotekischer Kultur stößt. „Es gibt in ganz Europa keine Stadt, die schöner wäre
als Mexiko-City.“ Diesem Urteil des weltgereisten Naturforschers
Alexander von Humboldt aus dem Jahre 1803 muss und kann man heute nicht
mehr zustimmen, doch gibt es sicherlich kaum jemanden, den diese
Megastadt mit ihren unzähligen kulturellen „Highlights“ nicht in
ihren Bann zieht. Von der Hauptstadt dann in das koloniale Herz des
Landes nach Puebla, der Stadt der Kacheln, zur Silberstadt Taxco, in die
indianisch geprägten Städte Morelia, Patzcuaro und nach Tula, eine der
bedeutendsten Hinterlassenschaften vorkolumbischer Hochkulturen. Eine Fahrt in die Sierra Tarahumara mit der Barranca del
Cobre (Kupfer Canyon), lohnt jeden Umweg. Mit der
Chihuahua-al-Pacifico-Railway durch das Land der Raramuri („Leute, die
rennen“) – 670 Kilometer durch 87 Tunnel – kann die einmalig schöne
Bergwelt von Chihuahua nach Los Mochis besucht werden. Mexiko ist ein wahrlich faszinierendes Land mit
einmaligen landschaftlichen und kulturellen Schönheiten. Diese stehen
im Mittelpunkt des Vortrages, ohne dass allerdings die schwierigen
sozialen Probleme Mexikos, das hinter Brasilien das bevölkerungsreichste
Land Lateinamerikas ist, aus den Augen verloren werden.
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Anfragen für Vortragstermine und weitere Vortragsthemen an: Dr. Dieter Bindzus, Pommernring 12, 66121 Saarbrücken, Tel. und Fax 0681/ 818228 (privat) bzw. Universität des Saarlandes, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, D 66041 Saarbrücken, Tel. 0681/302-3166 bzw. Fax 0681/302-4402, E-mail: info@bindzus-weltreisen.de
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