Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus
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KUBA
ZWISCHEN SOZIALISMUS UND TOURISMUS Einundzwanzigmal zu Gast im Lande Fidel Castros Freitag, den 20. Juni 2003, 20.00 Uhr, Haus des Kurgastes
in Niendorf (Ostsee) Lichtbildervortrag:
Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus (Saarbrücken) Kuba
war lange Zeit ein Karibik-Traum: Weiße Strände mit hübschen
Mulattinnen, Zuckerrohrfelder, Rumcocktails, Salsa-Musik und dazwischen
Fidel Castro mit seiner dicken Havannazigarre. Was davon ist Klischee,
was Mythos und was davon ist Realität? Kuba für wen und warum? Die
Reihe der Interessierten ist fast unerschöpflich: Sonnenanbeter,
Wassersportler, Politologen, Salsa-Freaks, Karnevalisten, Biologen,
Autonarren bis hin zu Architekten. Der Aufenthalt auf Kuba kann zu einem
nervenaufreibenden Abenteuer oder auch nur zu einer bloßen
Urlaubsidylle werden. Die Insel ist weder ein Paradies noch die Hölle,
aber ein Ort mit einer wechselvollen Geschichte, ein Land mit großen
Naturschönheiten, in dem sich unterschiedliche Völker und Kulturen
miteinander vermischten zu aufgeschlossenen Menschen, die neugierig auf
die übrige Welt sind, aber zu arm, um diese persönlich kennen zu
lernen. Zu Kuba gehörten nach der Machtergreifung durch den “lider maximo“ im Jahre 1959 besonders kraftvolle Propagandaparolen wie “Socialismo o muerte“ (Revolution oder Sterben). Heute gibt es nur noch eine “Dollar- Revolution“, die unerbittliche Jagd nach den grünen (Dollar-)Scheinen. Um Devisen auf die Insel zu schaffen, hat Fidel Castro den Kubanern den Besitz von Dollars gestattet. Dieser Schritt beschleunigt den Zerfall des sozialistischen Revolutionsstaates hin zu einer kapitalistischen Zweiklassengesellschaft. Aber der kubanischen Regierung blieb zum Überleben keine andere Wahl: Zucker, Rum, Tabak und Tourismus sind die einzigen Exportgüter zum Erwerb von Devisen, um Lebensmittel und Medikamente für die elf Millionen zählende Bevölkerung, Ersatzteile und Rohstoffe für die Produktion und vor allem Erdöl für die Energieerzeugung auf dem Weltmarkt zu erwerben. Gezeigt werden aber nicht nur die Schattenseiten der augenblicklichen wirtschaftlichen Misere des Inselstaats. Zweifellos - das wird in den Darstellungen aus letzter Zeit über Kuba überwiegend vergessen - hat sich das Leben im Sozialismus nicht nur verschlechtert. Bildung für jeden, eine gute medizinische Vorsorgung, Beseitigung der Slums, sind - bei aller Bescheidenheit der kubanischen Lebensverhältnisse – Erfolge. Diese haben das Selbstbewusstsein der Kubaner gestärkt, das mit einer für diesen Raum angenehm auffallenden Bescheidenheit und Zurückhaltung gepaart ist. Mit
ganz überwiegend neuen Dias geht der Vortragende erneut auf die letzten
Entwicklungen dieser einmaligen Karibikinsel ein. Insbesondere spürt er
der Frage nach, ob der Sozialismus auch nach Castro noch eine Überlebenschance
hat. Flugzeugentführungen und die Verurteilung von ganzen
Dissidentengruppen zu hohen Freiheitsstrafen aus letzter Zeit zeigen,
dass es um die Einheit von Volk und Regierung offensichtlich nicht zum
allerbesten bestellt ist. Auch dieses Mal sollen aber wieder die Menschen, die Kulturdenkmäler und die Naturschönheiten des Landes im Mittelpunkt des Vortrags stehen, die den wahren Zauber und das eigentliche Kapital Kubas ausmachen. Schrieb doch schon Christoph Columbus, als er am 27. Oktober 1492 Kuba entdeckte, in sein Bordtagebuch: „Dieses Land ist wohl das Schönste, was menschliche Augen je erblickt haben.“ Ob das auch noch heute gilt, mag dahin gestellt bleiben, mehr als nur eine Reise ist diese Insel ganz sicherlich wert.
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IM HERZEN ZENTRALASIENS Usbekistan, Kirgistan, Kasachstan Woher kommen und wohin
gehen die neuen Staaten? Donnerstag, den 19. Juni
2003, 20.00 Uhr, Trinkkurhalle Timmendorfer Strand Lichtbildervortrag:
Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus (Saarbrücken) Die
alte "Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken" hat mit dem
Putsch vom 19. August 1991 aufgehört zu existieren. Die ehemalige, aus
15 Republiken bestehende UdSSR ist in 15 souveräne Einzelstaaten
zerfallen. Die gewonnene Freiheit wird allerdings bis heute überschattet
von dem Erbe einer über 70 Jahre dauernden sozialistischen Diktatur:
schwelende Nationalitäten- und Religionskonflikte sowie auf schweren
Umweltschäden beruhende Misswirtschaften. Um
sich selbst ein Bild über die Lage in den vom Islam geprägten neuen
Staaten zu machen, hat der Vortragende Reisen – letztmalig für
mehrere Wochen im Jahre 2002 - in die ehemaligen Republiken Usbekistan,
Kirgistan und Kasachstan unternommen. Dabei konnte er sich auf Eindrücke
und Erfahrungen stützen, die er im Verlauf der letzten 35 Jahre auf zwölf
Reisen kreuz und quer durch fast alle ehemaligen Republiken der UdSSR
gemacht hatte. Usbekistan hatte er bereits mehrfach vor und unmittelbar
nach dem Umbruch besucht. Anhand
interessanter Dias will der Vortragende dem Zuschauer und Zuhörer die
neueren Entwicklungen dieser sich im Umbruch befindlichen Region der
Erde näher bringen, die in der Vergangenheit Herrscher von Alexander
dem Großen, über Dschingis Khan bis hin zu den russischen Zaren und Führern
des Weltkommunismus zu ertragen hatte. Menschen, Geschichte und Kultur
dieser Länder stehen dabei im Mittelpunkt, ohne dass dabei die
landschaftlichen Schönheiten vergessen werden. Dreh-
und Angelpunkt und erste Etappe des Vortrages ist Usbekistan, dem Land
eines dem Islam anhängenden Turkvolkes. Das weite karge Land wird von
ausgedehnten Bewässerungssystemen erschlossen und weitgehend für den
Baumwollanbau genutzt. Von hier aus eroberte Timur Lenk (1336-1405),
auch Tamarlan (der Hinkende) genannt, nach dem Zerfall des Khanats der
Ilkhane ein neues turkomongolisches Großreich. Dieses zerfiel nach dem
Tode des an Grausamkeit und Erfolgssucht kaum zu überbietenden
Herrschers bald wieder in unbedeutende einzelne Khanate. Deren
politische Schwäche nutzte der russische Zar im 19. Jahrhundert zur
Annexion aus. Besuchsschwerpunkte u.a.: Taschkent (Medresen); Chiwa
(Minarett „Kalta Minar“; Mausoleum des Pahlawan Mahmed), Buchara (Kaljan
Moschee; Tschar Minar; orientalischer mit Kuppeln gedeckter Basar;
Mausoleum der Samaniden), Samarkand (Registan Platz; Gur Emir,
Grabmoschee Tamarlans; Gräberfeld vom Schah-i-Sinda). Kirgistan
ist topographisch interessant: Zu 94 % besteht es aus Bergen und 30% der
Landesfläche liegen über 3.000 m hoch. Im Zentrum stehen hier neben
der Hauptstadt Bishkek (früher: Frunse) die unvergleichlich schönen
Landschafts- und Naturbilder vom Issyk-Kul-See („warmer See“) und
der hochalpinen Bergwelt des Tian Shan. Absoluter Höhepunkt:
Hubschrauberflug in das „Mustag“ (Eisgebirge)
zum Inylchek-Gletscher zu Füßen der Eisriesen Pik Pobedy (7439
m) und Khan Tengri (7010 m). Kasachstan,
so groß wie ganz Westeuropa, ist mit seiner Hauptstadt Astana (früher:
Almaty) der Mittelpunkt der großen eurasischen Steppe, die sich von der
Mongolei quer durch Asien bis zur Puszta Ungarns hinzieht. Natürlicherweise
bilden deshalb auch hier Landschaft, Natur und Menschen den Schwerpunkt
des Vortrags.
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ÜBER DIE ANTIKE SEIDENSTRASSE AUF DAS DACH DER WELT Reise
von Kashgar (Sinkiang) nach Lhasa (Tibet)
Lichtbildervortrag:
Akademischer Direktor a.D. Dr. Dieter Bindzus (Saarbrücken) Ständige Handelsverbindungen
zwischen China und dem Abendland bestanden schon vor 2000 Jahren. Aber
erst der deutsche Geologe Ferdinand von Richthofen gab 1877 der
wiederentdeckten Route den Namen "Seidenstraße", über die
Kaufleute viele Jahrhunderte vornehmlich Seide, Keramik und Gewürze aus
China gegen Glas, Gold und Edelsteine aus dem Westen tauschten. Doch
neben dem Handel diente die „Seidenstraße“ auch dem Austausch von
kulturellen Leistungen und religiösem Gedankengut zwischen Ost und
West. Davon zeugen bis heute zahlreiche Überreste von Klöstern und Städten
entlang der großen, von den damaligen Reisenden gefürchteten
Taklamakan-Wüste. Diese Zeugnisse vergangener Pracht und kultureller Blüte,
aber auch die Gesichter der heute dort lebenden Menschen hat der
Vortragende, der die „Seidenstraße“ auf diesem Abschnitt bereits
wiederholt bereist hat, mit seiner Kamera eingefangen. Geheimnisvolle
Namen von Landschaften und Stationen der Reise wie Kashgar, Kuqua, Kizil,
Turfan, Dunhuang, Bingling Si sollen dazu anregen, sich für einen Abend
in die Vergangenheit und Gegenwart Zentralasiens entführen zu lassen. Das Kumbum-Kloster ist Endpunkt
dieser Reise auf der Seidenstraße. Mit ihm wird zugleich das
Jahrhunderte lang für Ausländer verboten gewesene Tibet erreicht. Das
auf dem "Dach der Welt" unwegsam gelegene Land galt lange Zeit
als Symbol geheimen Wissens um das Ziel und den Sinn des Daseins. Es war
mit seiner Hauptstadt Lhasa bis in dieses Jahrhundert hinein eines der
am besten gehüteten Geheimnisse der Welt. Nur wenigen Reisenden gelang
es, vor dieser Zeit hinter die mit ewigem Eis bedeckten Gipfel des
Himalaya vorzudringen. Die wenigen, oft mit Phantasien angereicherten
Berichte von riesigen Klosterstädten, schwarzer Magie und lebenden Göttern
trugen dazu bei, den Mythos
um den rätselhaften Gottesstaat ständig weiter zu vergrößern. Mit allen Mitteln versuchten die
Chinesen, die im Jahre 1950 Tibet eroberten, die letzte antike
Hochkultur unserer Erde im Namen des "Fortschritts"
auszurotten. Das Maß der Leidensfähigkeit der Bewohner Tibets hatten
die Eroberer allerdings bei weitem unterschätzt. Unerschütterlich
hielten die Tibeter an ihrer religiösen Überzeugung fest: Danach wird
der Mensch nach dem Tode in einem ständigen Kreislauf in ein neues
Leben und damit aber auch in neues Leiden hineingeboren; der Dalai Lama,
ihr Gottkönig, wird nach eigenem Willen als Bhodisattva immer wieder in
neuer Gestalt auf Erden wiedergeboren, bis die Menschheit von allem Übel
und Leid erlöst ist. Gezeigt werden vor allem die Hauptstadt Lhasa und ihre Umgebung als das Zentrum der traditionellen tibetischen Geisteswelt. Dazu gehören: der das Lhasa-Tal überragende Potala (Winterpalast und Grabstätte der Dalai Lamas), der Jokhang (religiöses Zentrum von Lhasa und höchstverehrter Tempel im gesamten tibetischen Kulturraum), Drepung ("der Reishaufen" mit seinen einstmals über 10.000 Mönchen das größte Kloster der Welt), Nechung (Sitz des tibetischen Orakels), Kloster Sera ("der Wildrosenhof") und Kloster Ganden ("das Freudenerfüllte", eine der Säulen der Gelbmützen-Sekte, das fast völlig den Bilderstürmern der Kulturrevolution zum Opfer fiel). Neben der Welt der Mönche welches ein Tempelfest im Kloster Sakya einschließt, bleibt aber auch für das Alltagsleben der einfachen Tibeter und die grandiose Gebirgswelt Tibets ausreichend Platz.
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E i n l a d u n g
zu einer Veranstaltung der
Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Saarbrücken e.V.

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Dia-Vortrag von Dr. Dieter
Bindzus Freitag,
den 4. April 2003, 19.30 Uhr, Saarbrücker Casinogesellschaft, Bismarckstr.
47, Saarbrücken IST
JAPAN WIRKLICH ANDERS? Globetrotter und Wissenschaftler im Land der aufgehenden Sonne Mit
der Kamera festgehaltene Erlebnisse und Beobachtungen aus 30 Jahren "Diesem Land ist das traurige Schicksal zuteil geworden, nie durch eine ungefärbte Brille, sondern stets durch rosa oder schwarz gefärbte Gläser betrachtet zu werden." (Max von Brandt, preußischer Gesandter, 1861-1875). Diese scharfsinnige Beobachtung hat in über 100 Jahren nichts von ihrem Wahrheitsgehalt eingebüßt. "Japan - Land des Lächelns, der Lotusblüte, der Shinto-Schreine, der bhuddistischen Tempel, der Zen-Gärten, der Meditation", "Japan die skrupellose wirtschaftliche und politische Großmacht" sind Gegensatzpaare, die heute die Welt - stets wie man es gerade braucht - in Begeisterungsstürme oder Kassandrarufe ausbrechen lässt. Lieber Neues schaffen, als Altes betrauern, 125 Millionen bevölkern einen schmalen Lebensraum. Japan ist heute nach seinem Aufstieg aus dem Zusammenbruch des zweiten Weltkriegs, eine der modernsten und leistungsfähigsten Industrie- und Handelsnationen der Welt, wobei seine hochentwickelte Wissenschaft und Technik die Japaner zu einer rationellen Lebensweise zwingt. Deshalb leben die modernen Japaner wie die Europäer, in ihrem Charakter. In vielen ihrer Lebensgewohnheiten sind sie jedoch noch immer stark von alten Moralbegriffen, von der Denkweise und der überlieferten Religion ihrer Vorfahren beeinflusst. Charaktermerkmale der Japaner sind: schnelle Auffassungsgabe und Anpassungsfähigkeit; Hang zu romantischer Träumerei, zur Sentimentalität und Impulsivität sowie Fleiß. Wo steht Japan heute nun tatsächlich und sind die Japaner wirklich anders? Der Referent wird versuchen, diese bereits vielleicht schon zu oft gestellte Frage ganz persönlich zu beantworten. Er will die Zuhörer daran teilnehmen lassen, wie er in den letzten 30 Jahren das Land der aufgehenden Sonne mit Kamera und Rucksack als Globetrotter, Wissenschaftler und Forscher über den Strafvollzug an der Keio Universität in Tokio sowie als Organisator zahlreicher Studienfachreisen gesehen und erlebt hat. Auf dem
Prüfstand werden auch die deutsch- japanischen Beziehungen stehen.
Diese konnte der Referent als Vizepräsident der Deutsch-Japanischen
Gesellschaft in Saarbrücken und als Gründungsmitglied der
Deutsch-Japanischen Juristenvereinigung nicht nur in der Rolle eines
passiven Zuschauers miterleben (weitere Informationen unter: www.bindzus-weltreisen.de).
Im Anschluss an den Vortrag sind Sie zu einem Umtrunk und Meinungsaustausch eingeladen.
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Anfragen für Vortragstermine und weitere Vortragsthemen an: Dr. Dieter Bindzus, Pommernring 12, 66121 Saarbrücken, Tel. und Fax 0681/ 818228 (privat) bzw. Universität des Saarlandes, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, D 66041 Saarbrücken, Tel. 0681/302-3166 bzw. Fax 0681/302-4402, E-mail: info@bindzus-weltreisen.de
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